Zusammenfassung

Dieses Buch soll nicht nur einen tieferen Einblick in die nur schwer nachvollziehbaren Entwicklung künstlicher Intelligenz aufzeigen, sondern eine Einordnung ihrer Möglichkeiten in dem Gesamtumfeld biologischer Leistungsfähigkeit und evolutionärer Mechanismen geben. Künstliche Intelligenz spukte schon seit Mitte des 20. Jahrhunderts in den Köpfen der Menschen; das zeigt ein Blick auf die Historie. Seit dem Einsatz von Convolutional Neural Networks auf spezialisierten Grafikprozessoren um 2012 hat die Verbreitung künstlicher Intelligenz jedoch real rasant an Fahrt aufgenommen. 


Seit kurzem zeichnen sich nun Entwicklungen ab, die an Leistungsfähigkeit alles in den Schatten stellen werden, was bislang mit Computertechnik in Verbindung gebracht wurde, auch die schon vorhandenen Erfolge in künstlicher Intelligenz. Diese beruhen typischerweise auf Maschinen von riesigen Ausmaßen und ebensolchem Energiehunger. Siri, Alexa, Cortana sitzen ja nicht im Handy oder im Desktop-Computer, sondern führen zu industriellen Komplexen datenverarbeitender Strukturen. Die neuesten Entwicklungen neuromorpher Hardware lassen es aber für möglich erachten, dass bald komplizierte Mustererkennungen, Vorhersagen etc. wirklich lokal ablaufen. Der wichtigste Technologietreiber ist hier wohl die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Zumindest teil-autonome andere Geräte dürften bald folgen, Roboter inbegriffen.


Und es steht eine weitere Revolution an, die Computerleistungen verspricht, die man sich bislang gar nicht vorstellen kann. Sie wird in der Speerspitze geführt von den Entwicklungen der Quantencomputer, auch von photonischen Computern. Deren physikalischen Grundlagen werden aufgezeigt. Alles zusammengetragen führt deren Leistungsfähigkeit nahtlos zu Überlegungen, die Ethik, Evolution und Bewusstsein betreffen. Unterstützung findet die Computerentwicklung in der Erforschung des Gehirns. Diese wird in dem Buch daher ebenfalls ausführlich vorgestellt. 


Gerade wenn man den Faktor „Zeit“ berücksichtigt, erkennt man, dass man die zukünftige Leistung der Computer gar nicht überbewerten kann. Es kann ohne weiteres darüber diskutiert werden, ob die Evolution nicht Wege einschlägt, die über die Biologie hinausgehen. Als Grundlage für solche Gespräche bietet das Buch auch einen Einstieg in Evolutionstheorien, aber auch über die Natur der Information. 


Alle Informationen in dem Buch sind so sachlich und neutral wie möglich gehalten. Darüberhinaus werden aber auch abschließend als Ausblick Thesen und Meinungen des Autors beschrieben, deren Verifikation oder Falsifikation die Zukunft zeigen wird.